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Neue Vortragsreihe für Betroffene

„Wenn Krankheit uns lähmt – Auf der Suche nach Sinn und Auswegen“.
Unter diesem Titel startete am 27.Oktober um 19.30 Uhr eine Vortragsreihe von vier Abenden im Mindener Martinihaus. Sie richtete sich an Menschen, die von schwerer Krankheit direkt selbst betroffen sind, aber auch an mitbetroffene Angehörige und am Thema Interessierte.
Die Initiatoren sind unter anderem Mediziner, Therapeuten und Seelsorger, die aus verschiedenen christlichen Gemeinden Mindens und der Umgebung stammen. Unter ihnen der frühere radiologische Universitätsoberarzt, Dr. Björn Migge, der seine Erfahrung so formuliert: „Ich merkte irgendwann, dass die medizinische Behandlung von Krankheiten allein nicht reicht, ohne eine innere Bewältigung für die Betroffenen und ihr Umfeld anzubieten.“ Er ist heute Fachbuchautor und Weiterbildungsanbieter auf dem Feld des Coachings und der Beratung. Sein Ziel, auch als Christ bei der spirituellen Bewältigung von Krankheiten mitzuhelfen, hat er nicht aus dem Auge verloren.
„Doch das Aufsuchen psychologischer Begleitung oder von Selbsthilfegruppen stellt für die meisten eine zu große Hürde dar,“ so Oliver Vogelsmeier, Krankenhauspfarrer am Mindener Klinikum. Die große Mehrheit von Menschen kämen aber in und außerhalb von Gemeinden irgendwie mit christlichen Fragestellungen in Berührung. Hier sei der Zugang einfacher und das Potential zur Sinn- und Auswegsuche in der Krankheitsbewältigung aus Sicht der Initiatoren noch weitgehend ungenutzt.
„Wir wollen uns vorsichtig den Fragen nähern, die bei den meisten in der Situation schwerer Krankheit aufbrechen und behutsam nach Antworten Ausschau halten,“ so das Mindener Pastorenehepaar Irene und Harmut Kraft. „Wohin mit der Angst?, Warum ich?, Wenn Schatten meiner Seele sichtbar werden, Und wenn das Ende kommt?“. Das sind die Themen, die an vier Abenden im Oktober/November bearbeitet wurden. „Die wichtigste entlastende Erfahrung in so einer Situation ist immer noch diejenige, dass man mit seinen Fragen nicht alleine dasteht,“ so der am Projekt beteiligte lange Jahre in Minden praktizierende Psychotherapeut, Dr. Eckhard Franzius.
An jedem Abend gab es Gelegenheit zum persönlichen Austausch nach dem Impulsreferat und wurde zu einem meditativen Abschluss in der Martinikirche eingeladen.
Mittlerweile hat sich aus den ca. 100 Besuchern der Vorträge ein größerer Gesprächskreis von einem guten Dutzend Menschen zur spirituellen Krankheitsbewältigung aus christlicher Perspektive unter dem Dach der überkonfessionellen Initiative » liebevoll-leben.de gebildet. Mehr dazu mit einem Klick auf der gerade genannten homepage. Man trifft sich bis auf weiteres alle vierzehn Tage außer in den Ferien dienstags oder mittwochs um 19.30 Uhr in der Cafeteria des Martinihauses.