StartseiteAktuelles und VeranstaltungenGottesdiensteTeamKrankenhauskapelleEin Hauch von LebenMitarbeitKonzeptionLinksDownloads

Allgemein:

Startseite

Impressum

Gedenkgottesdienst für verstorbene Krebspatienten

Ein Gottesdienst unter Beteiligung des Personals für Verstorbene Krebskranke und ihre Angehörigen in der Klinikkapelle: Das macht deutlich, dass im Krankenhaus Sterben und Tod nicht einfach nur mit allen Mitteln bekämpft und als Möglichkeit ausgeblendet wird, wie es noch im 20. Jahrhundert in den Kliniken meist der Fall war. Heutzutage - und damit liegt das Johannes-Wesling-Klinikum im Trend der Zeit – werden Sterben und Tod als Aufgaben des Lebens begriffen, bei denen die Betroffenen vom Rand in die Mitte des Lebens zurückgeholt werden. Sichtbarer Beweis dafür ist das Wirken verschiedener Berufsgruppen an der seit 2012 im Haus bestehenden Palliativstation. Und seit Jahren gibt es eine mittlerweile drei Mal jährlich voll besetzte Kapelle, deren Besucher der Innenraum nicht mehr fassen kann, wenn beim ökumenischen Gedenkgottesdienst der in jüngster Zeit verstorbenen Krebspatienten gedacht wird. Viele der eingeladenen Angehörigen nehmen zum Teil weite Anreisen auf sich, um zumeist erstmals seit dem Tod der von ihnen geliebten Menschen wieder das Klinikum aufzusuchen.
Mitarbeitende der Onkologie gestalten den Gottesdienst selber mit, um ihren ehemaligen Patienten noch einmal die Ehre zu erweisen, die sie zum Teil eine lange letzte Lebensstrecke begleitet hatten.
Nach der Predigt hatten die Angehörigen die Möglichkeit, Lichter der Erinnerung für die ihnen nahestehenden verstorbenen Menschen anzuzünden. Dabei sollte es nicht nur um die weiter wichtige Trauerbewältigung gehen. Es wurde auch ermuntert, die Suche nach neuem Sinn im Leben mit allen gemachten Erfahrungen zu beginnen, oder auch innerlich Dankbarkeit auszusprechen für alles Gute vom Anfang bis zum Ende des Lebens derer, die im Gedächtnis lebendig blieben. In Kleingruppen treten die Menschen nach vorne, begleitet von Gesängen aller Anwesenden, zwischenzeitlich stimmt auch ein Chor aus Mitgliedern der Mindener Innenstadtgemeinden Gesänge an.
Viele blieben nach dem letzten Gottesdienst am 23. Juni eine Weile, um sich auszutauschen, während die auf dem Altar abgestellten Lichter der Erinnerung noch lange weiter brannten. Der nächste Gottesdienst wird wieder am Freitag, den 17. November um 18.00 Uhr gefeiert werden.